Wie der Name schon sagt, handelt es sich hier um einen Gebirgsweg ausm Tal (Coroico) nach La Paz. Dies war früher der einzige Versorgungsweg. Da die Straße an manchen Stellen aber nur zwei Meter breit ist und an der einen Seite steil aufsteigt, sowie an der anderen 800m steil ins Tal fällt, sind hier schon so einige Menschen zu Tode gekommen. Seit 2006 gibt es eine alternative Straße, die sicherer ist. Auch wenn diese noch nicht fertig ist, wurde sie auf Grund der Gefahr des Caminho vorzeitig geöffnet. Schon davor wurde der Caminho von Mountain Bike Touren genutzt. Allerdings ist das ganze seit der „Sperrung“ deutlich sicherer geworden, da jetzt nicht mehr so viel Gegenverkehr herrscht.
Jetzt aber zur Tour. 6:30 Uhr Treffpunkt in nem Kaffe. Hans, Broer und ich waren glücklicherweise die einzigen Kunden an dem Tag, so dass wir einen super schnellen und leicht zu organisierenden Tagesablauf hatten.
Vom Treffpunkt ging es auf 4700m. 1,5 Stunden benötigte das mit dem alten Bus. War aber mal interessant ein bisschen was von La Paz zu sehen. Oben angekommen gabs dann Instruktionen und schon gings los auf die 64km lange Strecke in das auf 1800m gelegene Coroico. Die ersten 25km waren asphaltiert, kurvenreich, verkehrslastig und, das war wichtig, verdammt schnell. Bis zu 70km/h sind wir dieses Stück, mit gelegentlichen Stopps, runtergerast. Sehr geil!
Nach zwei Polizeikontrollpunkten kamen wir dann auch endlich zum Schotterweg! Am Anfang war das ganze noch recht neblig und nass. Das hat uns allerdings nicht von abgehalten in nem ordentlichen Tempo die Strecke abzufahren. Immer schön links halten meinte der Guide noch zu uns. Mhhhh, klar, schön am Abgrund. Dazu muss man sagen, dass wir später den Rückweg mitm Auto die gleiche Strecke gewählt haben. Da wurde uns dann klar, dass es doch n bisschen kaputt war, wie wir die Strecke ohne Streckenkenntnisse runtergerast sind. Aber ihr werdet vllt. auf den Bildern was erkennen.
Es war schon seltsam an diversen Kreuzen vorbeizufahren. Aber so wirklich Zeit zum Nachdenken hatte man hier eigentlich nicht. Naja, wettermäßig wurde es dann nach ca. ner halben Stunde besser. So konnte man die Landschaft nebenbei dann doch noch genießen. Wasserfälle die mitten auf den Weg plätscherten sowie begeisternde Panoramaübersichten über das Tal.
Fast im Tal angekommen, war es dann auch so heiß, dass ich dann auch ohne jedlichen Regenschutz etc. weitergefahren bin, weil ich sonst gestorben wär! Insgesamt haben wir für die Strecke inklusive Pause (20 Min.) 3 Stunden und 10 Min gebraucht. Wenn man dann noch die Photopausen und Flachstücke mit berücksichtigt, waren wir wirklich schnell! Im Schnitt fast 30 km/h. Und jetzt die Bilder... :-)
Hoffentlich kein schlechtes Omen...
Vorm Start
Aufm Asphalt Vollgas!
Erste Lagebesprechung
Der erste Schotterkontakt.
Wasserfälle machen den Weg nicht trockener!
Steilster Abhang. 800m direkt in die Tiefe. Da wird einem ganz anders beim Runtergucken!
Das sah man häufiger. Schon seltsam...
Fast geschafft!
Der war geschafft!
Zivilisation!
Rückweg: La Paz Panorama
